Geschichte

Unsere Geschichte läßt sich am Besten durch die Abbildung eines Interviews aus der NelkenWelt darstellen.

Der „Blomberger Junge“, Physiotherapeut Dirk Klenke, ist nun 35 Jahre mit seiner Praxis in Blomberg für seine Patienten vor Ort. Zeit für einen kleinen Rückblick.

Herr Klenke, seit 35 Jahren in Blomberg mit ihrer Praxis für Physikalische Therapie in Blomberg selbstständig, erinnern Sie sich an die Anfänge?
Na klar. Als ich damals mit meiner Frau die Entscheidung getroffen habe, dass wir uns selbstständig machen wollen, habe ich noch in der Klinik am Park in Bad Meinberg gearbeitet. Aufgrund der Absprache und des Zuspruchs von Dr. med. Friedrich-Karl von Ohlen, habe ich dann den Mut zur Selbständigkeit gefasst. „Wir hatten gemeinsam große Pläne“ – mit der Idee eine Rehaklinik zu bauen, wollte Dr. von Ohlen sen. mich mit „ins Boot nehmen“ und ich hätte dann in seiner Klinik, zusätzlich zu meiner Praxis, die Bäderabteilung mit allen hierfür vorgesehenen Anwendungen übernommen und geleitet. Leider ist Dr. von Ohlen (sen.) viel zu früh verstorben und die ursprüngliche Idee konnte nicht mehr in die Tat umgesetzt werden !

Wie ging es weiter?
Nach einigen Jahren im Angestelltenverhältnis – da konnte ich viel Berufserfahrung sammeln – haben wir uns im Frühjahr 1978 getraut unsere Praxis am Langen Steinweg zu eröffnen. Die ersten Jahre waren geprägt von langen Arbeitstagen, an Urlaub war die erste zehn Jahre nicht zu denken. Mit den Jahren konnte ich einen Praktikanten und zwei Mitarbeiterinnen einstellen, die uns unterstützt haben.
Durch die erste große Gesundheitsreform in den 80er Jahren wurden die Verordnungsmengen von 10 auf 6 Behandlungen reduziert, was uns teilweise in erhebliche finanzielle Bedrängnis brachte. 40% Einbußen galt es auszugleichen, wobei die Kosten für Miete, Angestellte und Energie in der Praxis gleich blieben. Das war mit die schwerste Zeit: Letztlich gemeistert durch die Treue unserer Patienten zur Praxis.
Stillstand gab es nie.

Wie meinen Sie das?
Durch fortwährende Weiterbildungen (verschiedene Behandlungstechniken, zertifizierte Ausbildungen) konnten wir den Patienten ein immer breiteres Behandlungsspektrum anbieten. Durch meine zusätzliche Tätigkeit als langjährige Lehrkraft an einer Schule für Weiterbildungsmaßnahmen hatte ich dass große Glück, aktiv in verschiedenen OP-Sälen hospitieren zu können (Orthopädie, Unfallchirurgie und Neurologie) und verschiedene Operationstechniken der Wiederherstellungschirurgie und entsprechender Rehabilitation am Patienten begleiten zu können. Diese Jahre waren eine große Bereicherung für meinen beruflichen Werdegang und den daraus resultierenden Erkenntnissen für die spätere Behandlung am Patienten.
Wie in allen Berufen ist Fortschritt natürlich auch in der Medizin und den medizinischen Assistenzberufen nur durch ständige Weiterbildung in alle berufsrelevante Richtungen möglich und ein ständiges „Muss “!

Bei 35Jahren Durchhaltevermögen darf man von Erfolg sprechen?
Der Erfolg unserer Praxis ist natürlich auch den jeweiligen Mitarbeitern zu verdanken, die stets bemüht waren, mit ihrer Ausbildung, ihrem Wissen und Engagement das Beste für den Patienten zu erreichen! Das Wichtigste bleibt aber die Kommunikation zwischen dem Therapeut, Arzt und Patienten. Das „Zuhören“ gegenüber dem Patienten trägt einen großen Anteil zur Befundung und Behandlung bei.

Warum der Umzug in die Bahnhofstrasse?
Durch das jahrelange Vertrauen der Patienten in unsere Praxis, unsere Behandlungsmethoden, die Mitarbeiter und nicht zuletzt durch den daraus resultierenden Erfolg, haben meine Frau und ich uns Anfang 1990 dazu entschlossen dass „Geschäftshaus Zürz-Meyer“ an der Bahnhofstrasse zu kaufen. Der radikale Umbau zu einer Praxis für physikalische Therapie, mit der doppelten Praxisgröße von 180m2, unterlag natürlich strengen gesetzlichen Vorgaben. Das Projekt wurde zu einem mächtigen finanziellen Brocken. Aus den neuen Räumlichkeiten ergab sich auch für meine Frau (dipl. Kosmetikerin und staatl. gepr. Fußpflegerin) eine Selbständigkeit mit einer kleinen Kosmetikpraxis und einer Fußpflegepraxis. Eine gute Kombination zu unserem Gesamtangebot der Behandlungen bis heute.

Nun keine Stolpersteine mehr?
Doch. Die zweite große Gesundheitsreform in den 90er Jahren lehrte uns wiederum das Fürchten. Durch den Zusammenhalt der Mitarbeiter und dass Vertrauen unserer Patienten in unsere Arbeit haben wir auch diese „Krise“ überstanden.

Sie sprechen von Therapien, Behandlungen und Fortbildungen. Welcher Art?
Heute können wir ein breites Spektrum der Behandlungen aufgrund der ergänzenden Ausbildungen aller Mitarbeiter anbieten. Krankengymnastik, Krankengymnastik n.Bobath-Konzept, manuelle Therapie nach Cyriax/Kaltenborn, man. Lymphdrainage, med. Massagen, Wärme- und Kältetherapie, Sportphysiotherapie, Kinesio-Taping, die Liste ist noch viel länger. Lesen Sie einfach es einfach mal auf unserer Internetseite nach.

Zudem bieten wir Präventionskurse wie die Rückenschule (auch für Kinder), Fallpräventionsübungen, Seniorengymnastik sowie die Wassergymnastik an. Diese und weitere Präventions-Maßnahmen werden übrigens von allen Kassen finanziell bezuschusst!! Wir sind bei allen Kassen zugelassen, einschließlich der Zulassung aller Berufsgenossenschaften und Privatkassen. Auf ärztliches Verschreiben hin machen wir natürlich auch Hausbesuche.

Ein Ausblick in die Zukunft?

Wünschen würden wir uns, dass die Praxis vielleicht in der Familie weitergeführt würde, aber man muss eben abwarten wie sich die Dinge in Zukunft entwickeln. Allen “ Unkenrufen zum Trotze „(lacht) ist die Praxis weiterhin jeden Tag zu den angegebenen Geschäftszeiten natürlich geöffnet! Ich freue mich mit meiner lieben Frau auf unseren 40. Hochzeitstag im nächsten Jahr, den wir hoffentlich gesund und munter im Kreis unserer Familie feiern wollen. Vor allem wünschen wir uns Gesundheit, die es uns erlaubt, noch ein paar Jahre in unserer Praxis den Patienten weiter mir Rat und Tat zur Seite stehen zu können.

info@physiopraxis-klenke.de www.physiopraxis-klenke.de -Telefon 05235-7020 Handy- 01704442292

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